a solas y a dos – alleine und zu zweit: Im Zentrum des neusten choreografischen Experiments von Flamencos en route, steht der Dialog. Hier entsteht ein verbindlicher Augenkontakt, eine unmittelbare Körpersprache, ein tänzerisches Zwiegespräch. Aus der Vereinzelung heraus wird die Verbindung und Resonanz im Du gesucht.
Wenn nichts mehr
an den Wörtern liegt
sagst du, erfinde ich
für uns eine Sprache
aus Haut und Haar
Sprich mit den Händen
so hell du kannst
mit den mondblauen Händen
ich höre mich, reglos
dir zu
(Andreas Neeser)
Zugleich ist die dialogische Form eine Annäherung von Tanz und Wort – ein Versuch, im Wechselspiel von Gesang und zeitgenössischer Lyrik, den Tanz mit Worten aufzuladen und zu berühren. Die Choreografie erforscht u. a. Gedichte des Aargauer Schriftstellers Andreas Neeser, deren starke Bildhaftigkeit tänzerische Spuren legt.
In einer ersten „work in progress“ Aufführungsserie wird der Brückenschlag zwischen Wort und Tanz als kunstübergreifender Balanceakt vollzogen.