Die Choreografie ist eine Zusammenarbeit von Flamencos en route und dem Ballett am Rhein unter der Direktion von Martin Schläpfer. Ausgangspunkt dieses Tanzpoems ist das Gedicht «El Paso de la Siguiriya» von Federico Garcia Lorca. …„Zwischen schwarzen Schmetterlingen / Geht ein dunkelbraunes Mädchen / Neben einer weißen Schlange / Aus Nebel. / Erde wie Licht, / Himmel wie Erde … / Wohin gehst du, Siguiriya?“ – fragt Lorca in seinem Gedicht.
«Siguiriya“, das Mädchen, das zugleich den Namen jenes Gesanges aus dem archaisch-tiefen und expressiven Cante Jondo trägt, der das Herzstück des Flamenco ist.
Das Capricho stellt hier die Lebendigkeit einer Idee, einer Laune als Ausdrucksform unbegrenzter Fantasie dar und steht für das Dunkle ebenso wie für das Helle. Ein Spiel mit den Formen und Farben des Flamenco, der immer wieder auch Fremdes und Neues assimiliert, ohne sich selber assimilieren zu lassen.“ Mit dieser Kreation bricht Flamencos en route einmal mehr zu neuen Ufern auf. Tänzer:innen und Musiker:innen von Flamencos en route treffen auf Tänzer:innen des Balletts von Martin Schläpfer. Zu poetischen Klangbildern von Gesang, Gitarre, Perkussion und Nickelharpa formen sich neuartige tänzerische Dialoge.