Centaura y Flamenca im ThiK: Die Centaura, halb Pferd, halb Frau, ist eine Metapher für unlösbare Gegensätze in einem Körper, hin- und hergerissen zwischen geistiger Sehnsucht und animalischer Natur. Ein Wesen, das den Wunsch nach Erfüllung sowohl nach dem Einen wie dem Andern symbolisiert.
Inspiriert von Auguste Rodins Skulptur „La Centauresse“, die dieses unermessliche Verlangen so ausdrucksstark verkörpert, entwickelt die Choreografin Brigitta Luisa Merki Bilder und Szenen und Transformationen von drei tanzenden Centauras. In Rilkes Beschreibung von Rodins Skulpuren fand sie jene Sehnsucht in Worte gefasst, die ihre Flamencotänzerinnen in Centauras transformiert.
„Hier sind die Stürme des Wunsches und die Windstillen der Erwartung …
Hier sind Träume, die zu Taten werden und Taten, die zu Träumen vergehen …
Die Körper, an denen jede Stelle Wille ist …
Ein fortwährendes Angehen gegen Widerstände …“
— Rainer Maria Rilke, aus: Augste Rodin