Das Buch «La Celestina» wird dem Autor Fernando de Rojas zugeschrieben. Er wurde um 1475 geboren und starb 1541. Wieweit er für den ganzen Text verantwortlich ist, bleibt unklar, möglicherweise hat er einen bereits bestehenden Teil des Buches erweitert, und eventuell waren auch noch andere Verfasser beteiligt.
Das Buch war ein Bestseller: es wurde im 15. Jahrhundert in ganz Spanien nachgedruckt. Der Name der Hauptfigur Celestina wurde zum geläufigen Ausdruck für eine Kupplerin: «Una Celestina». Manche hielten die Geschichte für wahr. Das Haus von Celestina und der Garten von Melibea y Calisto gelten noch heute als Sehenswürdigkeit in der Stadt Salamanca. Die Geschichte lässt sich in grossen Zügen rasch zusammenfassen.
Ein junger Mann namens Calisto verliebt sich in Melibea. Sie ist aus besserer Familie und kann sich ihm nicht nähern. Da sie ihn zunächst abweist, wendet er sich über seine Diener an die stadtbekannte Kupplerin Celestina. Diese beschwört den Teufel und bewirkt mit dessen Beistand, dass Melibea sich in Calisto verliebt. Es kommt zu einem tragischen Ende, in dem alle beteiligten zu Tode kommen.
Die Choreografie entstand in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Antonio Robledo, der u.a. eine Komposition für einen Sprechchor schrieb.