«orfeo.euridíce.das paradies» ist der dritte Teil der Trilogie Tanz & Kunst Königsfelden. Das Zusammenwirken verschiedener Kunstsparten ist auch in diesem letzten Teil von zentraler Bedeutung.
Die Aufführung wird dieses Mal im Hauptschiff sowie in beiden Nebenschiffen der kulturhistorisch wertvollen Klosterkirche angesiedelt. Die Kirche ist heute ein bedeutendes Museum des Kantons Aargau und berühmt für ihre wertvollen Glasfenster aus dem 14. Jahrhundert. Die Zuschauertribüne ist ansteigend aufgebaut und ermöglicht allen Zuschauern eine einmalige Sicht auf das Bühnengeschehen im grossen Kirchenschiff. Für das Konzept und die Choreografie zeichnet Brigitta Luisa Merki verantwortlich. Die Raumgestaltung wird vom international bekannten Künstler Beat Zoderer realisiert. Teile seiner Installation sind die malerische Gestaltung des Kirchenbodens sowie die Kreation eines paradiesischen Tores.
Flamencos en route ist dafür bekannt, in ihren Projekten mit verschiedenen Musik- und Tanzstilen zu experimentieren. Neben Orfeos Welt, die musikalisch und tänzerisch hauptsächlich dem Flamenco verpflichtet ist, stehen zeitgenössische Ausdrucksformen in Tanz und Musik. Die lyrische Stimme der Algerierin Karima Nayt und der zeitgenössische Gesang der Schweizerin Eva Nievergelt entführen in neue Klangwelten.
In der Dramaturgie von Brigitta Luisa Merki erfährt der Mythos von Orfeo eine neue Interpretation. Orfeo als Flamencotänzer verkörpert eine schöpferisch positive Kraft. Seine Fussrhythmen hören sich an wie rhythmische Gesänge. Euridice wird nach ihrer Transformation zur gleichwertigen Partnerin von Orfeo und ist nicht nur Objekt seiner Sehnsucht. Sie erhebt Anspruch auf ihr neu erlangtes Paradies.
Der grosse Mythos um Leben und Tod wird musikalisch live interpretiert von Gitarre, Perkussion, Gesang und Nyckelharpa.