Soleá and the Winds ist die Verwirklichung der Idee eines neuen Dialoges zwischen Flamenco und zeitgenössischem Tanz.
Die gemeinsam kreierte Choreografie von Brigitta Luisa Merki und Colin Connor ermöglicht die Begegnung zwischen fünf Rhythmus-besessenen Flamencotänzerinnen und fünf verspielten zeitgenössischen Tänzern. Die Choreografie schafft ein knisterndes Spannungsfeld der gegensätzlichen Prinzipien, die einander anziehen und abstossen. Sie erzählt in verschiedenen Liebesduetten die Geschichte einer Annäherung und des unterschiedlichen Steh- und Flugvermögens dieser Frauen und Männer.
Die Frauen verkörpern die Erde, deren sich stetig wiederholende Strukturen, deren Kontinuität; ein Stück Ewigkeit. Sie lassen die Erde mit ihren geschlagenen Rhythmen erbeben; Schritt für Schritt, bis der Wind sie berührt und sie sich von seiner Leichtigkeit aus ihrer irdischen Ruhe bringen lassen.
Die Männer verkörpern die Luft, ihre Leichtigkeit, das stürmische Chaos; den flüchtigen Moment. Angeregt durch die komplexen Rhythmen und in Bann gezogen von der ruhevollen Anziehungskraft der Erde, lassen sie sich auf einen grossen Liebestanz ein. Auch musikalisch. „Soleá and the Winds“, Antonio Robledos Komposition, basiert auf dem Hauptthema der Soleá, einem tragenden, profunden Flamencothema und ist gleichzeitig wie „ein von Bergwinden beranntes grimmiges Gelände Kastiliens“, wie Antonio Machado in einem seiner Gedichte schreibt.