La Centaura – 1964

„Das Stampfen der Füße im Flamenco lässt oft die Assoziation von Pferden entstehen, ja gewisse Rhythmen sind sogar typisch für das Pferd.

Auch die Verlängerung des Unterleibes der Tänzerin durch die Schleppe erinnert an den Pferdeleib mit seinem Schweif. Diese Analogie inspirierte Susana zu ihrem Tanz, dazu die Beobachtung, dass Arm- und Handbewegungen des Flamencos in gewissem Sinne die Essenz des Weiblichen zum Ausdruck bringen. In die Kentaurin wird das Drama zwischen Mensch und Tier verlegt, das sich in dem einen Leib bis zum Kampf zwischen unten und oben steigert.

Antonio Robledo hat dazu eine Flamenco-Musik für Klavier und Englischhorn geschrieben, im Alegrías-Rhythmus. Das Englischhorn übernimmt, erstmalig in der spanischen Musik, das Klagende des Flamenco-Gesanges.“

Auszug aus Buch:
Susana y José, spanischer Geist im Tanz
Text Gerhard Zacharias, Frick Verlag Wien

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